Forschung und Entwicklung

Der 3. Radiosektor - in der Schweiz erst ansatzweise erforscht

Acht nicht kommerzorientierte, komplementäre Lokalradios senden heute neben den öffentlich-rechtlichen und privat-kommerziellen Stationen als dritter Radiosektor ihre Radioprogramme in die Schweizer UKW-Frequenzen. Obwohl mit Radio LoRa in Zürich das erste Komplementärradio bereits vor bald dreissig Jahren auf Sendung ging, wissen wir bis heute nur wenig über diese Radios und ihre Wirkung. klipp+klang sammelt in einer Dokumentation bisherige Forschungs­bemühungen als Anstoss für neue Untersuchungen.

In die Dokumentation aufgenommen wurden 39 Arbeiten. Die Excel-Tabelle (Download rechte Spalte) bietet einen Überblick, inklusive Kurzbescheschreibung sowie - wo vorhanden - pdf-Link. Inhaltlich befassen sich die Studien mit den unterschiedlichsten Themen: zu finden sind Journalist_innen befragungen, Untersuchungen zur Organisation und Geschichte einzelner Radios, Analysen von Inhalten einzelner Sendungen so wie Arbeiten aus dem Bereich Kommunikation und Marketing.

Die Übersicht zeigt einige Anknüpfungspunkte für weiterführende Forschung im dritten Radiosektor. Eindeutige Lücken sind in der Publikums- und Medienwirkungsforschung auszumachen. Auch dem Thema Musik widmen sich lediglich zwei Arbeiten. Schliesslich liesse sich mit einem Vergleich der Arbeiten, die sich zu verschiedenen Zeiten mit der Geschichte der Komplementärradios in der Schweiz befassten, eine aufschlussreiche Übersicht über Entstehung, Entwicklung und Beschaffenheit des dritten Radiosektors der Schweiz erstellen.

Es gibt also noch einige wichtige und spannende Themenfelder für weiterführende Studien, die es nun anzuregen gilt.

Lucia Vasella
Forschungsbeauftragte klipp+klang

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Unterstützung

Die Dokumentation konnte realisiert werden dank der Unterstützung folgender Organisationen bzw. Partnerradios: