Radio loco-motivo

Menschen mit und ohne Psychiatrie-Erfahrung machen gemeinsam Radio

 

In der Deutschschweiz senden vier Redaktionen von Radio loco-motivo regelmässig. 

  • Radio loco-motivo Bern – Freizeitangebot der Interessengemeinschaft Sozialpsychiatrie Bern igs und Radio RaBe
  • Radio loco-motivo Winterthur – Projekt in Zusammenarbeit mit den Institutionen Veso, wisli und Radio Stadtfilter
  • Radio loco-motivo Solothurn – Projekt in Zusammenarbeit mit dem Verein für Psychische Gesundheit Kanton Solothurn PSYGESO
  • Radio loco-motivo beider Basel – Projekt in Zusammenarbeit mit den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel UPK, der Psychiatrie Baselland PBL, dem Gesundheitsdepartement Kanton Basel Stadt und der Stiftung Rheinleben

loco

Zum Hintergrund:

Gianni Python, Vater der Idee von Radio loco-motivo in der Schweiz, arbeitete zwei Jahre in Chile in einer psychiatrischen Klinik. Dort kam er in Kontakt mit Radio Loco, dessen Wirkung ihn überzeugte: Die Patientinnen und Patienten beginnen durch die Radioarbeit ihr soziales Netz auszuweiten. Radio ist eine Brücke zur Aussenwelt und eine Möglichkeit soziale Stigmata abzubauen. Diese Nutzung von Radio des Mediums Radio ist in Lateinamerika verbreitet: Bereits 1991 ging in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires Radio Loco on air – nach eigener Aussage der erste Radiosender der Welt aus einer psychiatrischen Klinik.

Die Radioschule klipp+klang hat in der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Sozialpsychiatrie igs und Radio RaBe ab dem Sommer 2011 die erste Redaktion von Radio loco-motivo aufgebaut und ausgebildet. 2014 und 2015 kamen die Redaktionen in Winterthur und Solothurn dazu, im Frühjahr 2017 startet das Projekt Radio loco-motivo beider Basel. Abklärungen zu Kooperationen in der Romandie und im Tessin laufen.